Spiel 51: Marienerscheinung am Hamburger Tor

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Gerade eben habe ich im Printtext noch geschrieben, dass man sie doch bitte sein lassen soll, all diese Rechnereien gegen wen es nun gehen könnte und wann und wo. Das begeisternde 5:0 (0:0, 3:0, 2:0) über die Hamburg Freezers und das Ausgleichstor der Ingolstädter neun Sekunden vor dem Ende in Iserlohn samt des 4:3-Sieges im Penaltyschießen sorgen aber nun genau dafür, dass ich wie wild Kopfrechne, gegen wen es nun wann und wo gehen könnte. 

Die Fakten: Sogar Platz sechs und damit das Umschiffen dieser Pre-Playoffs, oder Mini-Playoffs – falls Martin Jiranek hier mitliest, damit er weiß, was ich meine – ist doch immer noch möglich. Durch das 3:4 gegen Ingolstadt muss Iserlohn am letzten Spieltag bei den Eisbären jetzt unbedingt gewinnen, um sich Platz sechs zu sichern. Und selbst dann, sollten auch die Ice Tigers in Mannheim am Sonntag gewinnen, muss man nachrechnen: Vor dem letzten Spiel der Hauptrunde trennt die Ice Tigers und Iserlohn in der Tordifferenz genau ein Treffer (Ice Tigers: +27, Iserlohn +28). Nach wohlgemerkt 51 Punktspielen.

Aus der Mixed Zone, eins: „Mir gehts großartig, alles ist gut, danke der Nachfrage“ (Jochen Reimer, angesprochen auf seine Leiste)

Aus der Pressekonferenz, eins: „Ja, das stimmt. Tja: Scheiße.“ (Martin Jiranek zur Tatsache, dass ihm Jochen Reimer an diesem Tag mit 30 gehaltenen, teilweise herausragenden Saves, die Entscheidung zwischen Reimer und Jenike noch einmal schwerer gemacht hat)

The Good: Jochen Reimer. Seitdem der Torhüter wieder auf dem Eis steht nach seiner langen und für einen Goalie besonders unangenehmen Verletzung, wirkt er, als wäre er nie weg gewesen. Böse Zungen meinten schon, er würde sich in Nürnberg ein lockeres Leben machen – immer, wenn er eine gewisse Zeit verletzt war, spielte er wieder mit, um sich dann erneut für ein paar Wochen auf die Couch zu legen. Was der Torhüter gegen Hamburg aber aus sich herauskitzelte war schlichtweg: überragend. „Im ersten Drittel haben wir es Jochen und seinen Paraden zu verdanken, dass es noch 0:0 war“, meinte Jiranek. Reimer legte damit den Grundstein, dass diese Partie überhaupt zu einem 5:0 werden konnte. Eigentlich kann Martin Jiranek nach dieser Vorstellung nur Reimer in den Playoffs zwischen die Pfosten stellen – weil er eben noch ein wenig besser ist als Jenike, finde ich.

The Bad: Muss man bei Christoph Schubert noch erklären, weshalb er in diese Rubrik gehört? In diesem Spiel drückte er erst Corey Locke den vor dem Körper gekreuzten Schläger ins Kreuz, um sich dann postwendend zu beschweren, als sich der kleine Kanadier das nicht gefallen ließ und seinerseits mit  gekreuztem Schläger in Schubert hineinfuhr. Ständig am mosern und meckern, ständig am sich beschweren bei den Unparteiischen, ständig am kratzen und bürsten. Schubert mag man nur, wenn er für die eigene Mannschaft spielt. Checkte später Locke bei einem Torschuss gegen den Kopf und musste daraufhin vom Eis. Zwar möchte ich ihm in dieser Szene keine Absicht unterstellen, doch war es Genugtuung zu sehen, wie Schubert in die Kabine unter den Beschimpfungen des Publikums in die Kabine schlich.

Aus der Mixed Zone, zwei: „Natürlich bin ich nicht glücklich, wenn ich nicht spielen darf. Aber ich bin ein Teamplayer, ich spiele Eishockey, weil ich etwas erreichen will. Deshalb werde ich dann nicht in der Kabine sitzen und eine Fresse ziehen, sondern die anderen aufmuntern und hart dafür arbeiten, wieder zwischen die Pfosten zu dürfen.“ (Jochen Reimer)

Aus der Mixed Zone, drei: „Ja, natürlich ist das schön. Aber egal, ob die Fans meinen Namen singen oder den von Jochen Reimer oder von Reinprecht oder einfach nur: Ole, Ice Tigers – ich freue mich wirklich darüber, dass die Leute bei uns Spaß haben.“ (Martin Jiranek)

Unsung three Stars:

Fredrik Eriksson hat in dieser Saison nicht immer so souverän und solide gespielt, wie man es von ihm gewöhnt war. Zuletzt schien es sogar, Kyle Klubertanz würde im kommenden Jahr eine noch bessere Entwicklung nehmen als Eriksson. Und in der Tat: auch gegen Hamburg traf Klubertanz mit einem starken Schuss in den Winkel. Doch gegen Hamburg bereitete der Schwede Eriksson auch das erste und das zweite Tor in Überzahl vor, beim ersten nach dem Bully, beim zweiten wartete er und wartete er, anstatt einfach von der blauen Linie blind draufzuhalten. Vor dem Tor fuhr Patrick Reimer in Position – und vollendete. Sollte sich Erikssons Verletzung als Zerrung herausstellen, dürfte er wohl auch für die Pre-Playoffs ausfallen. Eine Konstellation, die verhängnisvoll sein könnte.

Yasin Ehliz hatte zuletzt vier Spiele nicht mehr gepunktet. Gegen Hamburg zeigte der Youngster mehrfach, dass er den Kopf nicht in den Sand steckt, sondern sich mit aller Kraft herausarbeiten wollte aus diesem Punktetief. Ehliz lief sich mehrfach grandios frei und scheiterte nur am starken Caron und am später ebenfalls überraschend guten Maximilian Franzreb. Dafür bereitete Ehliz die Treffer vier und fünf vor. Unfassbar, dass man so etwas noch schreiben muss, aber: Auch die erste Reihe fällt jetzt nicht mehr ab.

Steven Reinprecht ist gesegnet mit der Rückhand Gottes. Jaja, alles nichts neues. Was der NHL-Veteran aber beim ersten Tor zeigte, das kann einem fast Tränen der Verzückung in die Augen treiben, weil man meint, Augenzeuge einer Marienerscheinung zu werden. Wahrscheinlich gibt es niemanden in der DEL, der so ein Tor erzielen kann, wie Reinprecht es tat. Die Ruhe, mit der er die Scheibe in der Luft unter Kontrolle brachte, ja, sogar noch einmal in die Luft beförderte – und dann an einem der besten DEL-Goalies überhaupt vorbeidrückte, ist einzigartig. Toll, dass er das nicht in Lourdes macht, sondern in der Arena. Reinprecht punktete außerdem dreimal, damit ist er mit Topscorer Kevin Clark, der selbstverständlich ohne Zähler ausging (für Lattenkracher kann man sich nichts kaufen), gleichgezogen.

Und sonst? Hat Martin Jiranek seine Entscheidung, Andy Jenike am  Sonntag aufs Eis zu schicken, offenbar noch einmal überdacht. „Ich möchte morgen erst mit den Goalies reden, bevor sie die Entscheidung irgendwo lesen müssen“, sagte er nach der Pressekonferenz. Zwar hatte der Coach gesagt, er möchte auch Jenike noch einmal eine Chance geben, allerdings hatte er vor Wochen auch hinzugefügt: Wenn nichts Außergewöhnliches mehr dazukommt, wie ein Shutout. Dieser Fall ist nun eingetreten.
Wer definitiv weiter nicht zum Kader gehören wird ist Evan Kaufmann. Der Amerikaner hatte zuletzt vorsichtig versucht zu skaten – aber abbrechen müssen. Zwei Wochen, sagen die Ärzte, braucht er noch. Damit wäre er dann also fürs Halbfinale fit. Gute Nachrichten!

9 Kommentare in “Spiel 51: Marienerscheinung am Hamburger Tor

  1. Wieder ein Topspiel, das zeigt, dass in dieser Mannschaft mehr steckt als ein Pre-Playoff-Aus. Hoffe ich – nicht, dass ich nächste Woche wieder weinen muss (im metaphorischen Sinn).

    Und nur ein kleiner Einspruch: Schubert mag man auch in der eigenen Mannschaft nicht. Ich konnte ihn in der Vorbereitung damals nicht leiden, als er auf dem Sprung in die NHL war und nach seiner Rückkehr komme ich gut mit zurecht, dass er nicht bei uns ist. Mir fallen viele Spieler ein, die man nur mag, wenn sie im eigenen Team sind, aber Schubert gehört nicht in die Kategorie.

    Und auch wenn mir Alexander Oblinger im Zug widersprochen hat: ich will nicht Wolfsburg in den Preplayoffs („da wiegt doch keiner mehr als 62 kg“) und für nächste Saison hätte ich dann gern Pola-check zurück. Auch mit weniger als 62 kg. Weil er dem Gegner weh tut. Und ich ihn trotzdem sympatisch finde.

  2. Ich will bei meinem ersten Kommentar in dieser Saison nicht gleich als Klugscheißer dastehen, aber Reino hat heute Abend 1+3 und ist damit an einem heute enttäuschenden Clark vorbeigezogen.

    Und sonst muss man nüchtern feststellen, daß man sich eigentlich den 6. Platz nicht wünschen will, so heiß, wie die Jungs momentan unterwegs sind. Da könnte jede Pause zu einem Bruch führen. Wobei ich das eigentlich so recht auch nicht glauben will. Heimrecht in der ersten Playoff-Runde wäre aber immens wichtig.

    Erikson wird uns auf jeden Fall fehlen. Seine beiden Assists heute Abend waren echt überragend.

    In diesem Sinne gute Nacht.

  3. 1. Ich mag Schubert wirklich nur wenn er mal für uns spielen würde. Aber objektiv muss man natürlich anerkennen, dass er ein sehr kompletter und extrem unangenehmer Spieler ist. Er ist einer dieser Typen, die man braucht um Meisterschaften zu gewinnen. Kämpferisch, bisweilen dreckig, spielintelligent und körperlich robust.

    2. Mein Tipp: Reimer wird in den Playoffs zwischen den Pfosten stehen. Jenike hat eine wirklich erfreuliche Entwicklung genommen aber in Sachen Ruhe und Übersicht ist ihm Reimer einfach noch einen Schritt voraus. Seine Leistung heute war überragend, es zeugt von großer Klasse nach einer langen Verletzungspause so zurück zu kommen. Er ist ein Goalie der Spiele im Alleingang gewinnen kann, das traue ich Jenike (noch) nicht ganz zu.

    3. Steven Reinprecht ist ein Segen für diese Mannschaft. Wir alle sollten ihm huldigen und einmal täglich Richtung Edmonton (Geburtsort) beten. Dieses Spielverständnis, diese Eleganz, diese Puckführung, dieses Auge, diese Hände und das mit fast 39 Jahren! Er ist einer der Gründe warum diese Mannschaft in jeder Situation in der Lage ist ein Tor zu erzielen.

    Trotz aller Euphorie: In den Playoffs zählt es! All die tollen Momente würden nach einem kläglichen Aus in der Pre-Playoffs wieder vergessen sein. Alle Beteiligten sind daher gut beraten auf dem Boden zu beleiben und weiter akribisch zu arbeiten. Auf das der Playoff-Gott uns erhören möge….Amen!

  4. Christoph Schubert ist aber nicht in die Kabine sondern auf die Strafbank gefahren und bis Spielende dort geblieben 😉

  5. MOIN,

    ZUERST MAL EIN LOB, WIE IMMER EIN TOLLER BLOCK, ES GIBT 3 GUTE SACHEN BEI DER EISHOCKEYBERICHTERSTATTUNG:
    BLOG, FANRADIO ( LEIDER NUR AUSWÄRTS) UND DER NEUE LIVETICKER IST AUCH KLASSE

    MAN SOLLTE MAL KURZ EINEN BLICK AUF DIE STATISTIKEN WERFEN
    FAIRSTE MANNSCHAFT NIT
    BESTER SCORER # 28 STEEEEEEVEN REINPRECHT ( http://www.del.org/de/statistiken/top-scorer/hauptrunde-14/15/page/2739-87—.html)
    BESTER DEUTSCHER SCORER # 17 PATRICK REIMER
    BESTE HEIMMANSCHAFT NIT

    WENN DIE MANNSCHAFT ALSO HEIMRECHT IN DEN PPO HAT BESTEHT EINE CHANCE WEITER ZU KOMMEN

    AUCH WENN MAN SIEHT WIE SICH DIE SPECIAL TEAMS UNTER JIRANEK VERÄNDERT HABEN IST SCHON BEEINDRUCKEND ALSO MUSS UNS NICHT BANGE SEIN, AUCH MARCUS WEBER HAT IN FFM EINE GROßEN SCHRITT RICHTUNG DEL VERTEIDIGER GEMACHT

    UND ÜBRIGENS ICH MAG SCHUBERT, HÄTTE IHN GERNE BEI UNS

  6. Ice Tigers in beängstigend guter Form (aus Sicht der potentiellen Gegner). Wieder ein toller Abend für die Nürnberger Eishockey-Gemeinde.
    Hamburg war im ersten Drittel ein sehr starker Gegener. Spätestens nach dem 2:0 wars mit deren Herrlichkeit dann aber auch vorbei.
    Hinsichtlich Playoffs/Pre-Playoffs:
    Wichtig ist, dass man ab der ersten Runde das beste Eishockey spielt, zu dem man in der Lage ist. Egal, was bis Dezember war, oder welchen Platz man hätte erreichen können. Ab sofort zählt es! Ich denke, die Jungs sind da auf einem äußerst guten Weg!
    Das gefährliche an den Pre-POs (best-of-3!) ist allerdings, dass eine Zufallsaktion, nur eine Fehlentscheidung der Schiris (siehe Playoffs letzte Saison, leide noch immer am Wolfsburg-Haskins-Piechaczek-Syndrom!), oder einfach ein schlechter Tag schnell zum Aus führen kann. Einen schwachen Auftritt kann man da halt nur schlecht wieder korrigieren. Also wachsam und konzentriert bleiben!
    Aus Fan-Sicht wäre mir Platz 6 mit Ingolstadt als Gegner natürlich am liebsten, da man das Team dann auch auswärts optimal unterstützen könnte.

    Zur Torwart-Frage: sicher eine schwierige Entscheidung. J. Reimer m.E. einen Tick stärker. Wohl dem, der solch ein starkes Torhüter-Duo in seinen Reihen hat.

    Zu Christoph Schubert: Ich finde, dass die Liga solche Typen einfach braucht. Sei es aus sportlicher Sicht (er ist schon ein sehr Guter), oder nur als Reizfigur, über die man sich tierisch aufregen kann. Das gehört doch einfach dazu!

    Euch allen wünsche ich nun eine spannende und vor allem lange Playoff-Zeit!

  7. Hallo,

    1.) Schubert spielt dreckig. Ich finde nicht, dass die Liga solche Typen braucht. Physis bring auch e.g. Printz. Und das ohne ständig den Gegner versteckt mit dem Stock zu bearbeiten. Gegen Typen wie Schubert gab es früher Spieler wie John Craighead. Die will die Liga nicht mehr. Aber den „Schmutzis“ (Gruss an Tomas Martinec 🙂 ) werden akzeptiert?! Never!

    2.) Reimer war sehr stark, ich würde Ihn im Tor lassen

    3.) Wenn Eriksson wirklich verletzt ist, und davon gehe ich aus, dann werden wir unsere exorbitante Powerplay Quote nicht durchhalten können. Er ist der Spielmacher, das wäre ein riesen Verlust. @Chrbensch: Stimmt, war keine Aktion vor der Verletzung…

    4.) @BootyCall: Locke wird immer besser. Daher stelle ich das ‚dumpfe Locke bashing‘ hiermit ein 😉

    Gruß
    Stefan

  8. Also zuerst einmal mag ich Menschen und Spieler, die sich voll einsetzen. Im Sport gehört für mich „Meckern“, „Mosern“ und „Stänkern“ da eindeutig dazu – der Schuberth will doch nur das Beste für sein Team herausholen.

    Obwohl kein Stänkerer und Meckerer dürfte Steven Reinprecht sich Gestern bei HH sehr unbeliebt gemacht haben, weil er mit seinen 4 (und nicht 3) Scorerpunkten dem Herrn Clark den Thron geklaut hat. Hat mich sehr gefreut! Er ist auch wirklich körperlich noch enorm gut in Schuss und eine wichtige Stütze fürs Team! Und diese Sahnetörchen und Pässe immer – ich bin sehr froh, dass ich die nächstes Jahr auch noch genießen darf!

    Eine andere wichtige Stütze hat sich mit Freddy Eriksson Gestern ja leider verletzt und wie es aussieht, kann es passierten, dass er einige Spiele ausfällt. Das finde ich zwar persönlich sehr schade für ihn, aber ich mache mir keine Sorgen, dass Marcus Weber der Verantwortung nicht gewachsen ist. Er verteidigt blitzsauber, liest das Spiel sehr gut, hat einen harten Bumms von der blauen Linie, kann super Aufbaupässe spielen und seine Größe und sein Körperbau machen ihn auch zum perfekten Bodyguard für unseren Goalie. Bei ihm wie bei Printz werden es sich die Gegner zwei Mal überlegen, ob sie sich wirklich mit ihm anlegen und eine blutige Nase riskieren wollen. Ist manchmal auch ganz wichtig in den Play-offs, wenn es heiß her geht.

    Bei den Goalies will ich nicht in Martin Jiraneks oder Rob Wilsons Haut stecken – beide hatten einen Shutout, Andy punktet durch harte Arbeit und Routine durch viele Spiele am Stück, die Reimer dieses Jahr noch nicht entwickeln konnte, aber dafür mehr Erfahrung und Kontinuität mitbringt, die er auf Kommando abrufen kann, was Jenike noch fehlt. Wahrscheinlich wird Jiranek der Erfahrung und Sicherheit den Vorzug geben, aber ich denke, er wird sich auch überlegen, Jenike vll doch auch mal zu bringen, um Reimer zu entlasten. Es ist einfach für mich diese Saison eine traurige Tatsache geworden, dass Jochen Reimer verletzungsanfällig ist. Ich habe das lange nicht sehen wollen und mich über Pages Aussagen dahingehend sehr geärgert letzte Saison als Jochen Reimer wegen der Gehirnerschütterung aus dem Spiel gegen uns die Play-offs in München verpasst hat, aber es ist wohl wirklich so. Obwohl er jetzt wenigstens Pages Aussage widerlegt, dass er „immer dann, wenn es drauf ankommt, Play-offs z.B., verletzt oder krank ist“. Gibt eben Spieler, die sind öfter verletzt und andere, die trifft es so gut wie gar nicht. So weit man es also als Spieler selbst oder Trainer mit beeinflussen kann, sollte das Berücksichtigung finden, um weitere Verletzungen zu vermeiden – auch, wenn es blöd ist, hin und wieder mal lieber zuzuschauen, wenn es anfängt zu zwicken, statt sich auf die Zunge zu beißen und weiter zu machen. Es hat eben auch nicht jeder einen so robusten Körper und unverwüstliche Psyche wie Jaspers, der mit Verletzungen noch weiterspielt als wäre nichts. Nur die Schmerzen, die bei ihm sicher zum Alltag gehören, und die körperlichen „Gebrechen“, die er ein Leben lang spüren wird, will ich mir gar nicht ausmalen!

    Ich hoffe einfach, dass wir in den Play-offs von schweren Verletzungen verschont bleiben und egal, wie Martin Jiranek und Rob Wilson sich entscheiden und wen sie aufs Eis und insbesondere in unseren Kasten stellen, wir alles geben, den Siegesrausch fortsetzen und noch lange nicht Schluss ist für uns.

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