Spiel zwölf: Invasion der Brausekrieger

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Es war ein Freitagabend im Oktober, an dem sich der Himmel verfinsterte, die Luft süßlich zu riechen begann, sich dutzende Stierhoden voller Angst um ihren Verlust in den Leistengang zurückzogen und sich die bösen Steiermarker Brausekrieger zum Angriff auf Nürnberg stürzten. Sie griffen mit zwei Kompanien nahezu zeitgleich beide große Sportstätten an – Stadion (Club gegen RB Leipzig) und Arena (Ice Tigers gegen RB München) wurden von den finsteren Söldnern von einer Invasion befallen. Auf der einen Seite wehrten sich elf tapfere, überbezahlte Rumpelfußballer eines vor dem Urknall zu Weltruhm gelangten Traditionsvereins, auf der anderen Seite die mit Helm und Schläger bewaffnete Gruppe eines zu Weltruhm gelangten Schmuckhändlers aus Österreich.
Die Angriffe der Brausekrieger waren heftig, sie verlangten den armen Nürnbergern alles ab, sie kämpften bis zuletzt gegen den bösen Gegner, doch in beiden Fällen konnten sie die Brausekrieger mit einem lauten Zzzziiiiischhhhhhh in die Flucht schlagen; die Fußballer siegten 1:0 und stoppten den weiteren Vormarsch des Retortenvereins, die Thomas Sabo Ice Tigers unterlagen erst im Penaltyschießen, konnten aber ebenfalls die Invasion stoppen und die finsteren Mächte durch den Einsatz von Kohlensäure bis in die Stratosphäre zurückschlagen.
Zumindest beim Eishockey aber hatte die Anwesenheit der Münchner den Ice Tigers auch regelrecht Flügel verliehen. Sie hatten die besseren Chancen, auch das Momentum auf ihrer Seite – nur hinein wollte die Scheibe wieder einmal nicht.
So war es zunächst auch im Penaltyschießen – erst im achten Versuch traf Daniel Sparre gegen Jochen Reimer – und die Brauseritter entführten einen Extrapunkt aus Nürnberg. Ein Spiel mit einer Dramaturgie, wie sie der Stratosphärensprung nicht hatte!

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