Spiel 14: Oh, wie schön ist Tinnitus

Fiiieep. Was für ein Spiel. Fiiiiieeep. Was für ein Stastny. Fieeeep. Welche Krise? Fiiiiiieeeep. Was macht eigentlich…. Fiiiieep…. Dany Heatley? Fiiiiiieeeeeep. :

Die Fakten: Die Thomas Sabo Ice Tigers (14 Spiele/21 Punkte, 49:46 Tore, 9.) fügen dem Tabellenführer (Kölner Haie, 16/36/59:40, 1.) mit dem 6:3 (3:0, 2:1, 1:2) die dritte Saisonniederlage zu.

Zitierfähig, Teil eins: „Have. To. Do. My. Workout.“ (Yan Stastny auf dem Weg zu seinem geliebten Ergometer. Der Eishockey-Roboter schießt drei Tore, will nicht drüber reden, sondern Rad fahren. Kann mich nicht entscheiden, ob das nun cool oder egozentrisch ist)

Die Statistik: Jaspers hat noch immer nicht getroffen, Stastny dafür dreimal. Bemerkenswert aber war vor allem Marco Nowaks Drei-Punkt-Spiel und ein schöner Beweis, warum Jeff Tomlinson bei Spielern so beliebt ist. Gerade finde ich leider meinen Block nicht, ich meine aber, mich daran zu erinnern, dass Nowak gesagt hat: „Ich habe mir zu viel Druck gemacht, wollte zu viel. Die Mannschaft war neu, ich wollte mich beweisen, Jeff aber hat mir geholfen, deshalb ist es so ein Glück, mit diesem Trainerteam arbeiten zu dürfen.“ So hat das Nowak formuliert – oder so ähnlich.

Die Wende: Nürnberg hat gewackelt, das sollte man bei all dem Schwärmen nicht vergessen. Köln wirkte schon nach dem zweiten Treffer wieder sehr fokussiert, die Ice Tigers verfielen wieder in alte Verhaltensmuster. Dann traf  Stastny zum dritten Mal und alles war gut.

Zitierfähig, Teil 2: „*Grins*“ (Jeff Tomlinson auf die Frage, welcher Kölner denn eigentlich Evan Kaufmann beim 4:5 gegen Köln an selber Stelle vor zehn Tagen verletzt hatte und warum der Nathan Robinson gar so viele Checks hatte einstecken müssen – mehr hat er dazu übrigens nicht gesagt, sicher bin ich mir allerdings nicht, meinen Block habe ich immer noch nicht gefunden, wahrscheinlich liegt er noch im Auto)

Guter Stil: Die Ice Tigers bleiben sich treu und werden keinen Lockout-Spieler verpflichten, zumindest keinen, der sie eine Ausländerlizenz kosten würde. Täglich werden Lorenz Funk „wirklich namhafte Spieler“ angeboten. Doch der Manager suchte zunächst nach einem Offensivverteidiger, verlagerte seine Fandung nach drei weiteren Hiobsbotschaften aber auf einen Angreifer, der entweder einen deutschen Pass hat oder bis Saisonende bleibt (angeblich sind davon derzeit nur zwei auf dem Markt, einer ist 36, der andere 38 Jahre alt). Viele fallen mir da nicht mehr ein, über einen haben wir ein bisschen geplaudert. Funk hat tatsächlich Kontakt zu Dany Heatleys Agenten, allerdings hat er den – wie jeder andere DEL-Manager auch – das ganze Jahr über. Am Mittwochabend waren zum Beispiel mehrere Agenten in der Arena. Meine Einschätzung: Die Ice Tigers meinen es ernst und werden wohl auch diesmal reagieren. Heatley ist (noch) kein Thema. Allerdings habe ich im Vorjahr auch gemutmaßt, dass der neue Mittelstürmer nicht aus der KHL kommen würde – es kam Yan Stastny, aus der KHL.

Schlechter Stil: Diese Pfeifen – #keineguteIdee. Trotzdem war der Abend sehr stimmungsvoll. Nur eines noch: Schießt ein Spieler drei Tore, hat man gefälligst seine Mütze zu schmeißen. Ich will mich nicht immer alleine zum Affen machen. Man bekommt sich auch immer wieder.

Nicht dabei: Vitalij Aab (Schultereckgelenkssprengung), Evan Kaufmann, Steven Reinprecht, Jame Pollock, Tim Schüle – oder die erste Reihe von zehn von vierzehn DEL-Klubs.

Unsung three stars: Dusan Frosch ist der beste Passgeber der Ice Tigers und einer der besten Passer in der gesamten Liga. Deshalb durfte er erstmals ausgiebig Power-Play spielen. Gut so. Seine Vorlagen für Patrick Buzas waren herausragend. Yasin Ehliz ist Stammgast in dieser Kategorie – seine Art, Robinson Grüße von Kaufmann auszurichten, war besonders spektakulär. Und Tray Tuomie, der Tomlinson Ende des ersten Drittels empfohlen hat, Nowak nicht zu bremsen.

Und noch ein Video zum Lockout, zu dem mir ehrlich gesagt nicht mehr einfällt, als dass es mich jedesmal sehr berührt:

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4 Kommentare in “Spiel 14: Oh, wie schön ist Tinnitus

  1. ich kann zum spiel nichts sagen, bin in thailand, aber bei einem bin ich mir sicher: die jahre, in denen marco sturm eine problemlösung gewesen wäre, sind vorbei …

  2. selbst als brad leeb zweimal getroffen und einen empty-netter verwandelt hat, habe ich mich meiner kopfbedeckung entledigt. hattrick ist hattrick. es wird zeit, dass endlich ein wenig eishockeykultur in diese arena einkehrt.

    @klaus, brauche tipps. kurz vor dem goldenen frühling wollen wir da auch hin – allerdings mit einem zweijährigen. also, in welchem familienrestaurant kann man am besten wickeln? gibt es in Bangkok einen dm? was kostet ein babysitter? vielen dank.

  3. @sebastian
    ich lass mir von meinem bruder mal deine mailadresse geben. dann können wir mal auf ein bier gehen. bin ab 11.11. wieder im lande …

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