Here comes Draisaitl: (No) last Chance for Andreas Brockmann…

Nein. So ein Trainerwechsel ist niemals erstrebenswert. Die positiven Nebeneffekte für den Klub und den Randsportjournalisten sind allerdings erstaunlich. Zweimal waren die Thomas Sabo Ice Tigers unter der Woche zu Gast auf der Titelseite der Nürnberger Nachrichten. Jeden Tag war mindestens ein großer Artikel zum Thema im Sportteil zu finden. Dazu zwei Kommentare und zwei Hintergrundtexte – so gerne man darauf verzichtet hätte – das hat Spaß gemacht. Weitere Anmerkungen:

  • Peter Draisaitl hat behutsam umgestellt. Butenschön zu Walter war ein gelungene Maßnahme, um das Spiel zu stabilisieren, dass Yasin Ehliz gar nicht gespielt hat, sehr überraschend – allerdings nur auf den ersten Blick. Ehliz hatte unter der Woche seine Zwischenprüfungen, konnte an keiner einzigen Trainingseinheit unter der Leitung von Draisaitl teilnehmen und kam zudem erst ein eineinhalb Stunden vor Spielbeginn in Nürnberg an. Und trotzdem hätte Ehliz beinahe das Spiel entschieden, bevor es überhaupt angefangen hatte. Der tapfere Tölzer stand zunächst nicht auf dem Spielberichtsbogen. Es war ein aufmerksamer (Online-)Journalist, der die Ice Tigers auf diesen möglicherweise fatalen Fehler aufmerksam machte. 
  • Mit Andreas Brockmann und Derek Mayer muss niemand Mitleid haben. Beiden war bewusst, dass Entlassungen zu ihrem Geschäft zählen, beide werden sicherlich nicht mittellos verarmen. Beide werden in nicht allzu ferner Zukunft wieder einen Vertrag unterschreiben. Aber man darf durchaus bedauern, dass dieses Arbeitsverhältnis so abrupt hat enden müssen. Die ersten beiden Spielzeiten haben mitunter durchaus Spaß gemacht und für Journalisten war vor allem Brockmann ein sehr angenehmer Trainer – immer freundlich, immer ansprechbar und nach dem Genuss lediglich einer Hopfenkaltschale auch äußerst unterhaltsam.
  • Bisher gibt es keinen Hinweis darauf, dass sich diese angenehme Arbeitsatmosphäre mit Draisaitl ändern sollte. Der neue Trainer gibt sich bislang angenehm ironisch – selbst in Bezug auf jenes Spiel, das man bis in alle Ewigkeit mit ihm in Verbindung bringen wird. Aus aktuellem Anlass: das Penalty-Schießen von Meribel in voller Länge mit Andreas Brockmann, Joe Juneau, Eric Lindros, zweimal Peter Draisaitl und völlig verwirrten kanadischen Kommentatoren:
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