Über die Schönheit und Barcelona

Wenn man es recht bedenkt, ist das Leben mit Blog eigentlich das bessere. Man kann zum Beispiel Urlaubsfotos ins weltweite Netz stellen.

So zum Beispiel. Beschweren darf sich dann später keiner. Weder darüber, dass ein solches Foto überhaupt einer breiteren Öffentlichkeit dargeboten wird, noch darüber, dass sich – wenn man schon im Urlaub ist – auch schönere Motive hätten finden lassen. Würde man eine solche Diskussion über die Schönheit einer einsamen Duschvorrichtung an einem einsamen sizilianischen Strand aber doch zulassen, wäre man – weil das hier ja kein Urlaubsbilder- sondern ein sehr ernsthaft betriebenes Sportblog ist – mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr schnell beim ehemals geschätzten FC Barcelona angelangt.

Dessen Fußball schaut zumeist so aus und erinnert dabei dann doch sehr an die spanische Nationalmannschaft:

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Im Anschluss an solche Szenen sind dann die Fußball-Chronisten weltweit immer ganz aufgeregt und kriegen sich kaum ein vor lauter Bewunderung für die hohe Kunst. Selbst dachte man sich dann bislang (und bloggt nun eben, statt zu denken): Schön ist das wirklich nicht. Eine morbide Duschvorrichtung in einem morbiden Land – das ist schön. Aber dieser Fußball?

„Ratten-Fußball“ hat das jetzt kürzlich ein befreundeter Fußball-Weiser genannt und in seinem Zorn vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen. Weil eigentlich ist das ja kein Fußball, was Barcelona (und die spanische Nationalmannschaft) sich da ausgedacht hat. Bisher dachte man ja, dass Fußball 22 Mann sind, die einem Ball hinterherrennen und sich ab und an ein wenig auf die Knochen hauen. Jetzt rennen elf Mann Barcelona hinterher, das ist dann wohl das Ende des Sports, wenn man das konsequent zu Ende denkt, weil niemand über längeren Zeitraum einfach Barcelona-Hinterherrennen als Sport empfinden wird.

Deshalb jetzt an dieser prominenten Stelle die letzte Aufforderung an Messi, Iniesta und Xavi. Fußball ist auch das:

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Vor allem aber ist Fußball ein Spiel, in dem der Gegner zumindest die Chance auf Ballbesitz haben sollte, sonst macht das ja keinen Sinn mehr. Es würde ja auch keinen Sinn mehr machen, wenn alle Urlaubsfotos einfach nur schön sind, allgemein anerkannt schön sozusagen. Langweilig wäre das, nervtötend und einschläfernd auch, zum wahnsinnig werden einfach. So wie eben Barcelona ist. Diskutieren braucht man darüber natürlich nicht.