Gute Saison, ne?

Am Wochenende hat Lukas Podolski das nach seinem Dafürhalten schönste Tor seiner Karriere erzielt. Zumindest war sein 1:0 gegen den SC Freiburg wichtig für den 1. FC Köln, der sich im Abstiegskampf etwas Luft verschaffen konnte. Wann Martin Bader das schönste Tor seiner Karriere erzielt hat, entzieht sich unserer Kenntnis.

Weiter lesen

Wie es uns gefällt

Das Facebook-Vokabular hat es mittlerweile sogar schon in unsere Bundesliga-Kommentare geschafft, seit zwei  Monaten ironisiert die Münchner Gruppe Voxenstopp in ihrem Song das manchmal seltsame Treiben auf der Plattform, nun greifen die Schalker Fans auf die Zeichensprache zurück. Warum das 1:1 des 1. FCN auf Schalke auf beiden Seiten für Gesprächsbedarf sorgte,

Weiter lesen

Wenn Blicke entkleiden könnten

Weil das Deutschland gerade so toll findet, will ich mich nicht nur einmal, sondern gleich zweimal entschuldigen: Tut mir leid, wertes Publikum beim gemeinsamen Bundesliga-Schauen am Samstag im Untergeschoss von Nürnbergs Kinostadt, es war keine gute Idee und ein wenig naiv von Freund Jörg und mir, die Übertragung des Club-Spiels auf Schalke gleich mit drei Babys genießen zu wollen.

Und ja, es tut mir leid, eigentlich sind putzige Geschichten von überforderten Männern mit ihren außer Kontrolle geratenen Söhnen jedem Journalisten, der auch weiterhin ernst genommen werden will, strengstens verboten. Aber da bei mir ja ohnehin alles zu spät ist… Weiter lesen

Schanze frei!

Frauen fliegen heute zum Mond, heimsen Nobelpreise ein, kassieren Millionengagen im Boxring – nur von der Großschanze dürfen sie nicht springen. Sondern obendrein noch dankbar sein, dass der Weltverband FIS die Damen überhaupt zum zweiten Mal bei einer WM teilnehmen lässt, wie man am Samstag in den Nürnberger Nachrichten nachlesen kann.

Weiter lesen

Spezielle Lektüre-Empfehlung

 Und morgen lesen Sie… alles über den Club. Na gut, nicht alles, aber alles, was vor einem Spiel auf Schalke wichtig ist, zumal das letzte Wiedersehen vor vier Wochen Spuren bei beiden Teams hinterlassen hat.

Aus ganz persönlichen Gründen gilt der nächste Verweis aber der Geschichte, die so beginnt:

„Selbst aus den USA kamen besorgte Anrufe. Die  New York Times hatte über das skurrile Geschäftsverhältnis berichtet, mit dem der finanziell angeschlagene Eishockey-Bundesligist in Iserlohn über Nacht in die Schlagzeilen geriet und sogar in der Tagesschau seinen Sendeplatz bekam. Stimmt das?, fragten die Freunde in New Jersey und amüsierten sich nebenbei über die geografische Ignoranz des NYT-Redakteurs, der die Stadt im Sauerland ohne Zögern ins benachbarte Ruhrgebiet verlagert hatte, inklusive „rauchender Schlote“. Ja, es stimmte.“

Ja, es stimmte. Heinz Weifenbach war auf obskuren Wegen nach Libyen gejettet, die Details stehen morgen in den NN, aber dort steht nicht, wie abrupt eine Fan-Karriere endete, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. Monat für Monat war man durch Iserlohns Geschäfte getingelt, hatte Plakate verteilt und für zehn Stempel in der ECD-Geschäftsstelle eine Eintrittskarte bekommen. Monat für Monat hatte man daheim gebettelt,  endlich zu einem Auswärtsspiel mitfahren zu dürfen. Irgendwann zog das Altersargument nicht mehr und die Anmeldung war getätigt.

 Düsseldorf! Brehmstraße! Eine bessere Premiere hätte man sich nicht wünschen können. Aufgeregt zählte man die Tage herunter, verfolgte nur am Rande die nicht minder aufgeregte Diskussion um das „Grüne Buch“. Als 14-Jährige in einer Kleinstadt gehörte Politik mangels Demos etc. nicht gerade zu den spannendsten Gesprächsthemen. Aber das Ende blieb in Erinnerung: Kaum waren die Fotos von Kamelen mit Heinz Weifenbach in der hiesigen Tageszeitung gedruckt, stand man fassungslos vor der Eissporthalle am Seilersee, wo man sein DEG-Ticket abholen wollte und erfuhr: Nix Spiel, nix Saison, hier und heute endet die Geschichte des ECD. Das erste Auswärtsspiel fand immerhin Monate später statt – in Dinslaken.

Georg Kennemanns Erbe beim Club

Man weiß ja derzeit gar nicht, welches Club-Talent mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Almog Cohen? Mehmet Ekici? Julian Schieber? Oder doch Ilkay Gündogan? In den Nürnberger Nachrichten dreht sich morgen alles um einen jungen Kerl aus Morscholz, der auf seiner Autogrammkarte Georg Kennemann als Schwarz-Weiß-Paten beiseite gestellt bekommen hat.

Was Philipp Wollscheid und der BaKis-Verteidiger gemeinsam haben, steht morgen in den Nürnberger Nachrichten. Dort ist auch nachzulesen, was die Ice Tigers am Wochenende erwartet. Und was ein junger Fürther über die Aufstiegsambitionen des Kleeblatts zu sagen hat.

Bitte lächeln, Ice Tigers

Mit Werbekampagnen ist das so eine Sache. Wollen sie besonders witzig sein, gehen sie besonders gern in die Hose. Manchmal bleiben sie auch unfreiwillig derart kryptisch, dass der Werbeeffekt gleich null ist. Oder hat der gänzlich hinweisfreie Tigerkopf, der einen jahrelang in der Straßenbahn-Linie 8 anglotzte, auch nur einen Eishockey-Fan mehr angelockt? 

Auch das hat sich zum Glück in Nürnberg geändert, unvergessen war zum Beispiel das Plakat aus der Werbekampgane 2007, auf dem Christian Laflamme fröhlich seine Zahnlücke präsentierte, garniert mit dem Spruch „Das schönste Lächeln der Ice Tigers“. Jetzt haben sich ein paar kreative Köpfe in Wolfsburg wahrscheinlich wochenlang inspirierende Nächte um die Ohren geschlagen, das Ergebnis lässt einen ehrfuchtsvoll innehalten. Auch an die Ice Tigers haben sie gedacht: „Freitage sind Sabo-Tage“ wird grimmig vor dem Heimspiel gegen die Ice Tigers verkündet.

 Sabo-Tage? Sabotage? Ja, und? Wer sabotiert da wen? Etwas arg überstrapazierte Wortkünstler die durchaus ironiebegabten Eishockey-Fans? Die Cannes-Rolle gewinnt man nicht damit. Vielleicht hätte man jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt.

PS: Wie man Müllmänner richtig in Szene setzt, hat die Berliner Stadtreinigung vor Jahren („We kehr for you“) gezeigt, auch die aktuelle Kampagne ist nett anzuschauen.

Und, der Bunjaku?

Gut, versprochen: Es wird jetzt nicht jeder dritte Eintrag vom 1. FC Nürnberg handeln. Und schon gar nicht wird jeder dieser Einträge mit einer intellektuell doch eher schmalbrüstigen „Und, der…?“-Konstruktion vorgestellt. Ein (für die nächsten drei Tage) letztes Mal aber sei es uns hier erlaubt. Man vergisst ja schließlich über all den Traumtoren YouTube Preview Image die ja neuerdings auch dem 1. FCN in Serie (zuletzt immerhin 10:1 Tore in vier Partien gegen Hamburg, Leverkusen, Stuttgart und Frankfurt) gelingen, dass der Top-Angreifer der Vorsaison immer noch verletzt fehlt. Heute aber stand Albert Bunjaku nach seinem Knorpelschaden im Knie mal wieder gemeinsam mit der Bundesliga-Mannschaft zu einer schönen Einheit Life Kinetik auf dem Platz, weshalb es dann vielleicht auch bald im Frankenstadion wieder solche Dinge zu sehen gibt:YouTube Preview Image „Die ersten drei Monate waren die Hölle“, sagte Bunjaku nach dem Training. Näheres dann natürlich morgen in der guten, alten Printausgabe der NN.

Und morgen lesen Sie…

Haben Sie schon das Kleingedruckte oben gelesen? „Es ist eine Ehre, für diesen Blog, diese Zeitung und ihre Leser zu schreiben.“ (Wie, das ist geklaut? Plagiat? Aber wir doch nicht… na gut, hier kommt ja schon die entsprechende Fußnote).  Ein bisschen Club steckt also doch in der Überschrift, so wie jeden Tag ein bisschen mehr oder weniger Club in den Nürnberger Nachrichten steckt. Am Dienstag zum Beispiel sind es 132 elegante Zeilen, die sich dem quirligen Almog Cohen widmen, der seinen Trainer nach wie vor „Herr Hecking“ nennt.

Cohen fehlt leider am Samstag bei dem Spiel, das einem Mitglied dieser Redaktion jedesmal wieder arge Gewissensnöte beschert: Weiter lesen