37/52: „Geschwindigkeit. Passen. Schuss.“

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Gut, dass Rick Adduono wieder da ist. Der Trainer des Krefelder EV sagte Folgendes über das 0:5 bei den Thomas Sabo Ice Tigers: „Heute Abend war Nürnberg die beste Mannschaft: Geschwindigkeit, Passen, Schuss. Für ich hoffen, machen Playoff.“ Gut. Vielleicht gibt es doch noch ein bisschen mehr zu schreiben. Weiter lesen

36/52: Ryan Jones – Eisbeutel zum Abendessen

Foto: Zink/Matthias Winter

Entschuldigt bitte, liebe 750.000 Leser der Montagsausgabe der Nürnberger Nachrichten. Normalweise versuche ich das zu vermeiden, heute aber ist das unmöglich, für dieses Blog einen anderen Einstieg als für den Zeitungsartikel zu wählen (tatsächlich fällt mir einfach nichts mehr anderes ein): Zu schön war diese Anfahrt durch ein weißes Nürnberg, vorbei an dem Eishockey-Wimmelbild auf dem Großen Dutzendteich, vorbei an all den erwartungsfrohen Freunden der Ice Tigers, immer hinter dem radelnden Fan im Christian Gerum-Trikot her. Einen solch stimmungsvollen Eishockeynachmittag hätte ich in Nürnberg nicht für möglich gehalten. Daran konnte auch das Ergebnis, die vielen Fehler und das Ende der Siegesserie nichts ändern. Weiter lesen

32/52: Oh, Danny Boy

Foto: Zink/ThHn

Der Mann begegnet mir auf dem Weg zur Kabine der Ice Tigers. Ich kenne ihn schon lange, mindestens seit 18 Jahren, ich weiß aber nicht, wie er heißt, ob er steht oder sitzt, ob er hier mitliest und mitschreibt, weiß ich auch nicht. Und ich kann ihn dabei lange beobachten, wie er auf mich zugeht. Er trägt ein neues Fantrikot und beinahe keine Haare mehr auf dem Kopf. Er ist einer dieser vielen Fans zwischen 30 und 70, die genau wissen, wie es sich angefühlt hat, 1999 gegen Mannheim verloren zu haben, 2007 und 1996, 2003, 2005, 2009, 2011 und 2015. Trotzdem wirkt er in diesem Moment unerwartet ernst. Als wir aneinandervorbeigehen, nimmt er mich nicht wahr, aber er ballt plötzlich die Fäuste und schreit Jaaaa. So hat sich dieses 5:1 wahrscheinlich für viele Menschen in der ausverkauften Arena angefühlt. Weiter lesen

29/52: Lasst uns lauter sein!

Foto: Zink

So, das muss jetzt schnell gehen. Da warten noch zwölf Weihnachtsgeschenke (postfaktisch für: fünf) für meine Frau darauf, eingepackt zu werden. Verzichten wir also auf das Geschwafel. Let’s talk hockey. Oder lasst es uns zumindest versuchen. Und wenn es nicht klappt, lasst uns wenigstens Kristian Peters-Lach zuhören. Weiter lesen

Das Zeugnis, die Nachlese

Wie immer gilt, allzu ernst sollte man das nicht nehmen. Und: Spaß macht es trotzdem. Vielen Dank allen, die sich beteiligt haben, es ist jedes Jahr ein Fest, diese liebevollen Texte zu lesen. Zumindest aus der DEL kenne ich das kein zweites Mal. Wer klickt, weiß, wie die Fans die Thomas Sabo Ice Tigers nach der Hälfte der Saison beurteilen. Weiter lesen

28/52: Lecker, lecker, lecker, Eishockey

Als ihn seine Mannschaft am dringendsten brauchte, war er da. Da opferte er sich – oder zumindest die Unversehrtheit seiner Hände. Er war es, der die Intensität erhöhte, er war es, der den Rhythmus vorgab, er war es, der alle mitriss, er war es, der im zweiten Drittel eindrucksvoll auf sich aufmerksam machte. Jemand sollte Thomas Sabo vielleicht auf dieses Talent aufmerksam machen, es wäre eine Investition in die Zukunft, ihn aus seinem Umfeld zu reißen und nach Nürnberg zu holen. So beeindruckend war die Vorstellung dieses Trommlers aus Straubing. Dass das Spiel gegen Straubing auch ganz unterhaltsam war, dafür war übrigens auch ein Straubinger verantwortlich. Weiter lesen

27/52: Von Augsburg bis Zeugnis

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Über den positiven Einfluss von DEL-Spielen auf die Gesellschaft wurde bislang viel zu selten geschrieben. Wo, wenn nicht hier, sollen wir das nachholen? Man stelle sich also vor, all die Menschen (Männer), die an diesem Sonntagnachmittag den Schiedsrichtern all ihren Hass und ihre generelle Unzufriedenheit entgegengespien hatten, wären nicht in den Genuss dieser kollektiven Schreitherapie gekommen? Wo hätten sie sich abreagieren können, natürlich auf Facebook – im besten Fall. So durften sie zufrieden sein, mit sich und ihrer überlegenen Sicht auf das Spiel und nach dem 3:2 gegen den Augsburger EV ein wenig vielleicht auch mit ihrer Mannschaft. Weiter lesen

25/52: Rechtschaffenheit

Foto: Zink/Matthias Winter

Foto: Zink/Daniel Marr

Ich mag es, wenn der Boulevard auf unseren Sport aufmerksam wird. „Brutalo-Duell, Teil II“, „Schmuck-Rüpel“ – allein die Berichterstattung des Express verhilft zwei gutklassigen, aber weitgehend normalen DEL-Punkterundenspielen zu unverhoffter Aufmerksamkeit. Und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glauben, dass sich die Ice Tigers und die Haie darauf geeinigt hatten, diese Art von Journalismus noch ein wenig lächerlicher zu machen, als er das selbst vermag. Rob Wilson, Brandon Prust oder Colten Teubert aber lesen den Express nicht, der Express ist ihnen ebenso egal, wie dieses kleine Blog. Wilson, Prust und Teubert wollten nur verhindern, dass ihnen die Haie noch einmal drei Punkte klauen. Dabei kam ein Spiel heraus, das sicher nicht als das unterhaltsamste in die Geschichte dieser Saison eingehen, das aber wie bislang kein anderes gezeigt hat, dass diese Mannschaft für eine ganz lange Saison gebaut worden ist.
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23/52: Prustekuchen

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Man muss das verstehen. Wer ständig abliefert; wer zuletzt alle zwei, drei Tage gefordert war. Wer immer mal wieder ein wenig Licht in die Dunkelheit dieser Welt gezaubert hat, der darf sich auch einmal einen solchen Abend gönnen. Da schleichen sich eben Schlampigkeiten ein, Fehler und Unkonzentriertheiten. Da fehlt es eben auch mal an Biss, an der letzten Konsequenz, vielleicht auch an der Motivation. Gute Güte, ich bin doch auch nur ein Mensch. Aber es hilft ja nichts, irgendeiner muss es ja machen. Wer jetzt hier klickt, der sollte wissen, dass es langweilig werden kann. So langweilig wie dieses 2:5. Weiter lesen

22/52: Fucking awesome

Foto: Steffen Oliver Riese

Foto: Steffen Oliver Riese

Dieser Text hätte wieder einmal mit der vollkommen zutreffenden Feststellung beginnen können, dass wir Eishockey genauso wegen solcher Spiele lieben. Ehrlich aber wäre das nicht gewesen, ich zumindest brauche solch überbordende Spiele nicht, um diesen Sport zu lieben. Deshalb soll dieser Text mit dem Leuchten in Thomas Sabos Augen beginnen, mit der kindlichen Freude, die dieser Mann danach ausstrahlte. Man braucht diese Spiele nicht, um sich seiner Liebe zu vergewissern. Als Dauerkartenbesitzer aber braucht man solche Spiele vielleicht, um sich mal wieder darüber klar zu werden, warum man so viel Geld investiert. Und nach solchen Spielen sind die Fans, die Hunderte von Euros investieren, den Fans, die Millionen von Euro investieren, ganz nah. Dieses 6:5 hat keine Meisterschaft entschieden, es hat Menschen glücklich gemacht. Dieses 6:5 ist mit Worten nicht zu beschreiben, packen wir es an. Weiter lesen