46/52: Schießen, einfach schießen

Foto: Zink/Matthias Winter

Mit den Ice Tigers hätte man mal reden müssen. Weil sie so schöne Videos machen und weil sie den langen Weg aus dem Langwasser Helsinkis gekommen waren, um sich im Langwasser Nürnbergs ein Eishockeyspiel anzusehen. Ich war dann allerdings ungefähr 87 Bier zu spät. Juha, Antti und Petteri waren nicht mehr ansprechbar. Also geht es nach dem Klick doch nicht um die Ice Tigers aus Espoo, sondern erneut um die Ice Tigers aus Thomas Sabo. Weiter lesen

Nichlas Torp: Rock’nRoll auf dem Eis

Nichlas Torp lacht viel. Er redet über seinen Wechsel nach Nürnberg, seine Ziele, die DEL, seine Oma und, natürlich, über Rock’n’Roll. Dass vorige Woche Robert Dahlqvist, der Gitarrist von Torps Liebelingsband, gestorben ist, das ergoogle ich erst nach dem Interview mit dem Neuzugang der Thomas Sabo Ice Tigers. Offensichtlich hatte auch Torp(edo) in den stressigen letzten Tagen keine Zeit, deshalb betrübt zu sein. Der Schwede scheint sich sehr auf sein erstes Auslandsabenteuer zu freuen. Weiter lesen

44/52: Der mit dem Puck tanzt

Foto: Zink/Matthias Winter

Nach der Pressekonferenz stand er wieder am Tresen. Ein Bier in der Hand, zufrieden, entspannt, ohne Berührungsängste, stets mit diesem angedeuteten Lächeln. Don Jackson ist einer der wenigen echten Sympathieträger in dieser Liga. Pure Class würde man in Nordamerika schreiben. Und bisher sieht alles danach aus, als würde ihm Rob Wilson künftig in dieser Kategorie Gesellschaft leisten. Wonach es überhaupt nicht aussah? Als würde Münchens Meistertrainer diese vierte Niederlage gegen Nürnberg belasten. Und auch das hatte er mit seinem Nürnberger Kollegen nach dem 3:2-Penaltysieg der Ice Tigers gemein. Was es für die Playoffs bedeute, dass der EHC Red Bull Thomas Sabo auch im vierten Anlauf nicht bezwingen können, wurde Wilson gefragt. Wilsons Antwort: „Nothing.“ Weiter lesen

43/52: Wounded Cheek

Foto: Zink/Matthias Winter

Auf dem Index der Sportredaktion der Nürnberger Nachrichten stehen zum Beispiel folgende Wörter: Sahnehäubchen, Doppelpack, i-Tüpfelchen, mitgereiste (Fans), Truppe. Oder mit Pleite und Krise zwei Wörter, die einem in der jüngsten Betrachtung der Thomas Sabo Ice Tigers schon in den Sinn hätten kommen können. Das 2:4 in Köln war keine Pleite, das 4:8 in Straubing schon. Und wie soll man jene 80 Minuten, nunja, Eishockey beschreiben, die sie zwischen Dienstag und Freitag auf Köln und Straubing verteilt hatten? Die Vier-Drittel-Krise traf es ganz gut, vor allem, weil man sich nach dem 6:1 gegen Berlin und vor dem Rückspiel um den Leberkäsegipfel ziemlich sicher sein kann, dass sie vorbei ist. Lehrreich war diese Eskalation trotzdem – hoffentlich nicht nur für die Mannschaft. Weiter lesen

40/52: „A very likeable hockey team“

Der Stadionsprecher stand alleine in der offenen Bandenrundung und wartete auf Valentin Busch. Christian Rupp hielt einen handelsüblichen Puck mit leichten Gebrauchsspuren in der Hand, einen Puck aber, der im zweiten Drittel dieses 4:1 gegen Wolfsburg im Einsatz war und deshalb für den jungen Mann mit den langen Haaren und den staunenden Augen ganz besonders. Niemand hatte Rupp den Auftrag erteilt, dem 19-Jährigen eine Freude zu machen – für ihn war das selbstverständlich. Letztlich hatte die Mannschaft ihr jüngstes Mitglied bereits mit einer an diesem Tag malträtierten Hartgummischeibe versorgt. Aber die kleine Episode zeigt, dass eine Mannschaft nicht nur aus Torhütern, Verteidigern und Stürmern besteht. Die Mannschaft der Ice Tigers ist groß. Und sie wird, auch wenn das die enttäuschende Zuschauerzahl an diesem Sonntag diesen Eindruck nicht bestätigt, immer größer. Weiter lesen

39/52: Unfinished Business

Foto: Zink/Matthias Winter

[Euphoriemodus_an] Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Und was ist die mögliche Belohnung dafür? Ein Viertelfinale gegen Bremerhaven. [Euphoriemodus_aus] Weiter lesen

37/52: „Geschwindigkeit. Passen. Schuss.“

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Gut, dass Rick Adduono wieder da ist. Der Trainer des Krefelder EV sagte Folgendes über das 0:5 bei den Thomas Sabo Ice Tigers: „Heute Abend war Nürnberg die beste Mannschaft: Geschwindigkeit, Passen, Schuss. Für ich hoffen, machen Playoff.“ Gut. Vielleicht gibt es doch noch ein bisschen mehr zu schreiben. Weiter lesen

36/52: Ryan Jones – Eisbeutel zum Abendessen

Foto: Zink/Matthias Winter

Entschuldigt bitte, liebe 750.000 Leser der Montagsausgabe der Nürnberger Nachrichten. Normalweise versuche ich das zu vermeiden, heute aber ist das unmöglich, für dieses Blog einen anderen Einstieg als für den Zeitungsartikel zu wählen (tatsächlich fällt mir einfach nichts mehr anderes ein): Zu schön war diese Anfahrt durch ein weißes Nürnberg, vorbei an dem Eishockey-Wimmelbild auf dem Großen Dutzendteich, vorbei an all den erwartungsfrohen Freunden der Ice Tigers, immer hinter dem radelnden Fan im Christian Gerum-Trikot her. Einen solch stimmungsvollen Eishockeynachmittag hätte ich in Nürnberg nicht für möglich gehalten. Daran konnte auch das Ergebnis, die vielen Fehler und das Ende der Siegesserie nichts ändern. Weiter lesen

32/52: Oh, Danny Boy

Foto: Zink/ThHn

Der Mann begegnet mir auf dem Weg zur Kabine der Ice Tigers. Ich kenne ihn schon lange, mindestens seit 18 Jahren, ich weiß aber nicht, wie er heißt, ob er steht oder sitzt, ob er hier mitliest und mitschreibt, weiß ich auch nicht. Und ich kann ihn dabei lange beobachten, wie er auf mich zugeht. Er trägt ein neues Fantrikot und beinahe keine Haare mehr auf dem Kopf. Er ist einer dieser vielen Fans zwischen 30 und 70, die genau wissen, wie es sich angefühlt hat, 1999 gegen Mannheim verloren zu haben, 2007 und 1996, 2003, 2005, 2009, 2011 und 2015. Trotzdem wirkt er in diesem Moment unerwartet ernst. Als wir aneinandervorbeigehen, nimmt er mich nicht wahr, aber er ballt plötzlich die Fäuste und schreit Jaaaa. So hat sich dieses 5:1 wahrscheinlich für viele Menschen in der ausverkauften Arena angefühlt. Weiter lesen

29/52: Lasst uns lauter sein!

Foto: Zink

So, das muss jetzt schnell gehen. Da warten noch zwölf Weihnachtsgeschenke (postfaktisch für: fünf) für meine Frau darauf, eingepackt zu werden. Verzichten wir also auf das Geschwafel. Let’s talk hockey. Oder lasst es uns zumindest versuchen. Und wenn es nicht klappt, lasst uns wenigstens Kristian Peters-Lach zuhören. Weiter lesen