Spiel 2: Alalalalonde, alalalalonde

Foto: Thomas Hahn/Sportfoto Zink

Man kann dem Kölner Express nicht genug für den Neologismus „Schmuckrüpel“ danken. Eine mit Weitsicht gewählte Auszeichnung für eine Eishockey-Mannschaft, die damals noch ohne Brandon Prust gegen arg sensible Haie angetreten war und auch danach eher selten rüpelhaft auftrat. An diesem Sonntag im September aber hat es sich irgendwann so angefühlt, als seien sie wieder da, die Schmuckrüpel. Es war laut in der Arena, Jonas Müller, beinahe ein Goldheld von Pyeongchang, wurde leidenschaftlich ausgepfiffen, die Segal-Zwillinge verteilten Stockschläge, immer wenn es hitzig wurde, war der neueste Schmuckrüpel mittendrin und an der Bande stand ein Trainer, den Stockschläge wahnsinnig machen, der alles andere aber kaum unterbinden wird. Könnte schon sein, dass es in der 25. DEL-Saison nicht viel Spaß machen wird, in Nürnberg antreten zu müssen. Diese Liga braucht keine brutalen Fouls, keine Schauspieler und keine Psychopathen. Spektakel braucht sie schon. Davon hat dieses 4:3 gegen den Vizemeister schon erstaunlich viel geboten. Das ist natürlich noch reichlich unreflektiert. Mal sehen, ob das nach dem Klick besser wird.
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