3/53: DEL-Eishockey, bloody hell!

image

Zwischendurch musste man doch erst noch einmal draußen nachschauen: Bunte Bäume, kühle Morgen, dieser herbstwarme Sonnenschein, dieses Licht. Ja, Oktober 2016 hat noch nicht begonnen, aber wir haben in dieser Woche bereits 24 Penalties gesehen, einen geschundenen Tim Conboy, Unglaubliches von Auston Matthews und Raketenschnelles von Connor McDavid, eine stolze Europa-Auswahl, die die großzügige Einladung zu diesem unerträglichen, aber leider geilen World Cup ganz und gar nicht im Sinne der großen NHL missbraucht hat, und am Ende dieser frühen, furiosen Eishockey-Woche auch noch dieses 10:2 der Ice Tigers gegen die Tigers. Wie? Kein 10:2? Es kam alles ganz anders? 3:4? Das ist nicht möglich. DEL-Eishockey, bloody hell. Weiter lesen

1/52: Jetzt mal langsam

image

Außer einer unheimlich heimlichen Vorliebe für den Synthie-Pop der 80er Jahren eint uns nicht viel. Trotzdem unterhalte ich mich schon immer gerne mit diesem unverwechselbaren Spielerberater, der mir heute einen Abriss der Nürnberger Nachrichten unter die Nase hielt. Über das nominell schwache Augsburger Torhüterduo hatte ich da geschrieben, wohlgemerkt „nominell“. In dem Gespräch danach (er redete ohne Satzzeichen, ich nickte immer mal wieder) aber offenbarte sich etwas, was mir zu diesem Zeitpunkt des Jahres leider völlig fremd ist. Der Spielerberater war auf eine ganz unschuldige und beneidenswerte Weise nervös. Er gestand das auch unverhohlen ein. Seinen Klienten JF Boutin bei dessen DEL-Debüt zu beobachten, versetzte diesen erfahrenen Eishockey-Menschen in eine beinahe kindliche Aufgeregtheit. Nach dem Spiel war er, abgesehen von Tray Tuomie und Boutin selbst, einer der zufriedensten Menschen in der Arena. Und so beginnt diese Blog-Saison mit Empathie für den Gegner. Interessant.

Weiter lesen

Zeitung von gestern: Der nächste Anlauf (14.9.2016/NN)

stecks_pre

(Die Rubrik „Zeitung von gestern“ versammelt Texte, die bereits in den Nürnberger Nachrichten erschienen sind.)

„Wir haben hier in der Kabine eine großartige Gruppe. Die mit Abstand beste, die ich je trainieren durfte. Und das sage ich nicht, damit alle denken „der Trainer mag uns“, sondern weil es stimmt. Und ich denke, wir haben diese Gruppe gut verstärkt.“

Rob Wilson versteht die Frage nicht. Er sitzt auf der Holzbank, blickt in eine leere Arena. Allein Leo Pföderl fährt auf dem Eis herum und hämmert Pucks in leere Tore. Es hat noch niemand nachgeprüft, aber wahrscheinlich träfe man Leo Pföderl auch um drei Uhr nachts in der Arena an, alleine auf dem Eis herumfahrend, Pucks in leere Tore hämmernd. Wilson wiederholt die Frage noch einmal. Warum soll es ein Zeichen von Selbstbewusstsein sein, die erste Ansprache an die Mannschaft mitfilmen zu lassen und der Welt auf Facebook vorzuführen. Er versteht es einfach nicht.

Rob Wilson hatten sie vor 21 Monaten als Co-Trainer verpflichtet, als die Thomas Sabo Ice Tigers ihren Ansprüchen nicht mehr gerecht geworden waren. Die Saison beendeten sie im Viertelfinale, danach tauschten Wilson und Martin Jiranek Jobs, ein Eishockeyjahr später scheiterte Nürnberg denkbar knapp an der ersten Finalteilnahme seit 2007. In seiner ersten Saison als Cheftrainer gab noch immer Jiranek, Sportdirektor und Klublegende, den Pressesprecher. Nach dem ersten Heimspiel am Freitag gegen Augsburg wird Wilson die Ice Tigers erstmals bei der Pressekonferenz vertreten. Wilson stammt aus Toronto, verbrachte 17 Jahre seines Eishockeylebens als (knallharter) Verteidiger und (erfolgreicher) Trainer in England, in diesem Sommer, so scheint es, ist er in Nürnberg angekommen. Zumindest dafür ist diese aus dem heiligen Raum eines jeden Teams auf Facebook übertragene Ansprache der beste Beweis.

Schneller und noch härter

Zusammen mit Jiranek hat Wilson neun neue Profis nach Nürnberg geholt. „Einige wirklich gute Jungs haben uns verlassen“, sagt der Cheftrainer, Dany Heatley zum Beispiel, der einstige NHL-Superstar, dessen Bodenständigkeit so inspirierend war, oder der Schwede David Printz, dessen Checks so schmerzhaft waren. Vor allem in der Verteidigung haben die Ice Tigers ihr Gesicht geändert, Jesse Blacker soll für Tempo sorgen, Dany Syvret für Ordnung, Colten Teubert und Brett Festerling, der unfreiwillige Rückkehrer aus Hamburg, für Angst unter den Gegenspielern. Andrew Kozek soll der neue Torjäger sein, Vladislav Filin der nächste junge Mann, der den längst etablierten Yasin Ehliz und Leo Pföderl nacheifern soll. Alles in allem eine völlig normale Fluktuation in der Deutschen Eishockey-Liga und keineswegs besorgniserregend, wenn man Konstanten wie Patrick Reimer, Steven Reinprecht und David Steckel im Aufgebot hat. Und wenn ein Trainer die Mentalität eines Klubs über eine Saison hinaus prägen darf.

Der Anglokanadier Wilson flucht zuweilen wie ein Holzfäller, lobt aber immer wieder die Höflichkeit seiner Spieler. Hinter geschlossenen Kabinentüren fordert Wilson viel, davor verteidigt er seine Spieler ausnahmslos. Ein nordamerikanischer Spieler aus der aktuellen Mannschaft hatte vor, seine Karriere nach einem Jahr in Europa zu beenden, das Geschäft hatte ihn müde gemacht. In Nürnberg flammte seine Liebe zum Eishockey neu auf, obwohl er und Wilson nicht immer einer Meinung waren. Das Gerede von Zusammenhalt und der großartigen Stimmung in der Kabine ist so alt wie das Eishockey selbst. Seit Wilson in dieser Kabine steht, darf man diese Beteuerungen ernst nehmen.

Wilson will sein Team jeden Tag ein bisschen besser machen. Ein bekannter deutscher Fußballtrainer hätte diesen Satz gerne niemals gesagt. Von Wilsons Variante wird Sportdeutschland keine Notiz nehmen, bis die Ice Tigers beweisen, ob er zutrifft. Traditionell wird sich der Winter mit seinen 52 Spielen dazwischenschieben. Es wird milder, wenn es in der DEL wieder interessant wird. Torhüter Jochen Reimer will Meister werden. Leo Pföderl sagt: „Wir sind bereit dafür.“

Entspannt und selbstbewusst

Am Ende gewinnt in der DEL nicht immer das teuerste Team (wie München 2016) oder das prominenteste (wie Mannheim 2015). Am Ende gewinnt zuweilen auch das Team, dessen Spieler sich im März noch genauso gut verstehen wie im August (so wie Ingolstadt 2014 oder Hannover 2010). Für Wilson ist das vielleicht bedeutender als die Gegentore zu reduzieren, den Druck des Toreschießens auf mehrere Schultern zu verteilen oder von einem besseren Platz als dem sechsten in die Playoffs zu starten: „Das ist der Schlüssel: Wir haben hier so eine gute Gemeinschaft, dass wir vom ersten Tag an ein Team sind. Wir wollen, dass es genau so weitergeht.“

Im April 2016 schieden die Ice Tigers im Halbfinale aus, wieder einmal gegen Wolfsburg. Den Druck auf das Gründungsmitglied der DEL wird das nicht verringern. So entspannt aber sind die Ice Tigers selten in die Saison gestartet. Wilson denkt noch einmal nach, Leo Pföderl wird von der Eismaschine vertrieben. „Selbstbewusstsein?“, fragt der Cheftrainer also noch einmal. „Ja, vielleicht ist das tatsächlich ein Zeichen von Selbstbewusstsein.“

Zeugnisabgabe

nietnagel

Same procedure as every year: Ein ganzes Zeugnis, das ist uns wie jedes Jahr zu viel, noch dazu nach diesen Playoffs. Deshalb brauchen wir Eure Hilfe, oder präziser, Eure Noten und, wenn Ihr Zeit und und Lust dazu habt, auch Eure Bewertungen. Eure Gesamtnote werden wir dann mitsamt den witzigsten, kompetentesten oder überraschendsten Bewertungen am Samstag in den Stadtausgaben der Nürnberger Nachrichten und der Nürnberger Zeitung veröffentlichen. Schreibt Noten und Bewertungen bitte in die Kommentare (eine Unterscheidung zwischen Punkterunde und Playoffs werden wir diesmal nicht vornehmen). Und um die folgenden Spieler geht es diesmal: Weiter lesen

Spiel sechs: Meister der Schmerzen

hurts

Und doch, diese Ice Tigers haben Geschichte geschrieben: Das 7:1 gegen Iserlohn war wahrscheinlich das dominanteste Eishockey-Spiel, das diese Arena je gesehen hat (mal abgesehen vom 1:10 von Check Noris gegen die Kampfkarpfen Fürth). Die Schilderung des 5:4 gegen Wolfsburg wird mindestens eine Generation von Enkeln nerven. Wahrlich unglaublich war aber nur, was passierte, als alles vorbei war. Ein weiterer zum Scheitern verurteilter Versuch, den Playoff-Wahnsinn in Nürnberg und dessen abruptes Ende zu beschreiben. Weiter lesen

Spiel fünf: Oh, captain, my captain

Zink/CP24

Zink/CP24

Der Moment, in dem der Baumarkt explodiert. Der Blick zur Anzeigetafel, 91. Minute. Die eingefallenen Gesichter vor der Kabine. Das grenzenlose Unverständnis beim Betrachten der Wiederholung im rasenden ICE. Eine Sekunde habe ich heute an dieses unglückselige Spiel vor zwei Jahren zurückdenken müssen. Auch wenn ich nur ein klein wenig empfänglich bin für Aberglauben, wusste ich aber, dass das Eishockey-Karma, diesen Schlittschuhtreffer am 8. April 2016 ausgleichen würde. Noch so ein Spiel, dem Worte nicht gerecht werden. Versuchen wir es trotzdem. Weiter lesen

Spiel vier: Sieh mal, Tyler, da liegt der Puck

Sportfoto Zink/Matthias Winter

Sportfoto Zink/Matthias Winter

Ein Stehplatz in einem Playoff-Heimspiel in Nürnberg: 18 Euro. Ein Stehplatz in einem Playoff-Heimspiel in Wolfsburg: 21 Euro. Zu sehen, wie David Steckel in all seiner Liebenswürdigkeit dem kurze Zeit etwas verloren wirkenden Tyler Haskins zeigt, wo genau der Puck liegt, nachdem ihn Sasa Martinovic zum 5:4 ins Tor des EHC Wolfsburg geschossen hat: unbezahlbar. Weiter lesen

Spiel drei: Eishockey ist, na, Sie wissen schon

Rob Wilson kam noch einmal zurück. „Guys“, begann er, „off records.“ Legt den Stift aus der Hand, beendet den Aufnahmemodus eurer Smartphones, sollte das heißen. Natürlich werde ich mich daran halten, dabei ging es für den Eishockey-Trainer nur um Vergewisserung. War seine Mannschaft gerade eben nicht zum zweiten Mal in Folge die bessere? Hatte er das so falsch wahrgenommen? Nein. Aber: So ist Eishockey eben. Und, off records: Manchmal ist Eishockey einfach Scheiße. Noch mehr tiefschürfende Playoff-Wahrheiten? Bitte sehr, die sind nur einen Klick entfernt.

Ein Satz, ein Stockschlag

  • Für die Ice Tigers spielen Reinprecht, Reimer, Heatley, Pföderl, Joslin, Klubertanz, Foster, Murley, Segal und Ehliz – trotzdem haben sie seit 280 Playoff-Minuten kein Power-Play-Tor geschossen.
  • Mit einer Power-Play-Quote ist weltweit noch nie eine Mannschaft in ein Playoff-Finale eingezogen.
  • Also, sehr wahrscheinlich.
  • Ich habe noch nie ein Spiel gesehen, in der eine Mannschaft (Nürnberg) so aktiv, zuweilen dominant war und trotzdem keine Chance hatte, ein Tor zu erzielen.
  • Ich habe selten ein Spiel gesehen, in der sich eine andere Mannschaft (Wolfsburg) so sicher sein konnte, mit einem zynischen System erfolgreich zu sein.
  • Und ich kann mich an kein Spiel erinnern, dass so schnell und zugleich so ereignislos war.
  • In der NHL waren bislang einhunderteinundachtzig Teams durch ein 0:3 vom Ausscheiden bedroht, nur vier davon gelang es, die Serie noch mit 4:3 zu gewinnen.

  • Nach drei Niederlagen vier zu Spiele zu gewinnen, halte ich in der DEL für ausgeschlossen – wenn eine Mannschaft dazu fähig ist, dann diese.
  • Es tut weh mitansehen zu müssen, wie Patrick Reimer, dieser großartige Eishockey-Spieler und nebenbei sehr pfundige Mensch, in den Playoffs an sich selbst verzweifelt.
  • David Steckel ist ein Unterzahlspezialist, Dany Heatley war ein Power-Play-Spezialist und Mark Voakes ist ein Spezialist für Empty-Netter.

Das Spiel

Wolfsburg hat einen neuen Rekord für geblockte Schüsse und unerlaubte Weitschüsse aufgestellt. Meine Quellen kann ich nicht preisgeben, soll mir doch erst einmal einer das Gegenteil beweisen. Wenn man als neutraler Beobachter nicht ein unerklärliches Faible für empty net goals hat, war das ein unerfreulicher Eishockey-Nachmittag. Für Eishockey-Zyniker war es hingegen ein großes Vergnügen. In Spiel eins hatten die Wolfsburger die mentale und körperliche Müdigkeit Nürnbergs eiskalt ausgenutzt, seitdem lassen sie die Ice Tigers anrennen und an ihrer kompakten Defensive verzweifeln. Trotzdem: Im Gegensatz zu 2013 und 2014 wird Nürnberg nicht ausgecoacht. Sowohl am Freitag in Nürnberg als auch heute konnte man sehen, dass die Ice Tigers im Forechecking und auch im eigenen Aufbau taktisch bestens auf ihre Gegner eingestellt waren. Das 0:1 entstand aus einem Fehler, wie ihn die Ice Tigers auf der anderen Seite in Dutzenden erzwungen hatten. Kein Vorwurf an Casey Borer und Yasin Ehliz, aber diese eine Chance brauchte die erste Reihe um den omnipräsenten Sebastian Furchner, um dieses Spiel zu gewinnen. Davor und danach dominierten die Ice Tigers, ohne sich wirklich aussichtsreiche Chancen zu erarbeiten. So viel Aufwand, gar kein Ertrag.

Das Playoff-Monster

Marius Möchel hatte schon zwei große Momente, sogar Alexander Oblinger hat getroffen – da bleibt nur wenig Aufmerksamkeit für die anderen stillen, fleißigen Arbeiter. Dabei muss man diese Vorstellung Marcus Webers so wie viele zuvor nicht auf diese unsexy Attribute reduzieren. Der Verteidiger spielte ein 200-feet-game. Weber checkte alles, was sich bewegte, bis es sich nicht mehr bewegte. Weber pinchte. Weber rannte und rannte und rannte. Mit Ausnahme von Dany Heatley, von dem man durchaus erwarten darf, dass er all seine Routine, Übersicht und Torgefahr in solchen Spielen etwas nachdrücklicher einbringt (insbesondere nach dem Alleingang am Freitag), hatte kein Nürnberger tadelnde Worte verdient. Webers Leistung aber war beeindruckendsten.

Ehrenvolle Erwähnung: David Printz, der nach schwächeren Spielen wieder zu alter (auch läuferischer) Stärke fand; David Steckel, der das Bully vor Mark Voakes erstem Empty-Netter gewonnen hatte, von den Schiedsrichtern aber im Nachhinein dabei aber einer angeblichen Regelverletzung bezichtigt wurde; Patrick Reimer, der wieder unglücklich agierte, dessen Schüsse aber selbst in größter Verzweiflung stets gefährlich blieben.

Playoffs, Baby?

Offense wins games, defense championships, Ihr kennt das. Nur will das jemand sehen? Wolfsburg hat die richtigen Schlüsse aus dem Halbfinalkollaps vor einem Jahr gezogen, das ist legitim. Aber Respekt muss man vor dieser Spielweise sicher nicht haben. Von den eigenen Fans wurden sie dafür trotzdem gefeiert, das wäre in Nürnberg nicht anders gewesen. Mit einer spektakuläreren Spielweise wäre der Baumarkt aber vielleicht sogar mal ausverkauft gewesen. Das klingt ein wenig zu sehr nach einem enttäuschten Ice Tigers-Fan? Nein, das klingt nach einem Eishockey-Fan, der sich ein wenig mehr Spektakel und etwas weniger Wagenburg-Eishockey in den Playoffs wünscht.

Gerhard, die Rolle

Tyler Beskorowany ist die Nummer eins der Ice Tigers, das wird sich in diesen Playoffs wohl nicht mehr ändern. Und trotz der Auswahl und den ständigen Verweisen auf diese seltene Qualität ist das gut so. Beskorowany wirkte nur in Halbfinalspiel eins wacklig, seitdem gibt er seine Mannschaft jede Möglichkeit, Wolfsburg zu besiegen. Für Wolfsburg wurde nur ein Schuss weniger notiert. Das lag zum einen daran, dass ein Drittel, der Nürnberger Schüsse geblockt wurde und das zweite Drittel am Tor der Gastgeber vorbeiflog (Brandon Segal!). Für Beskorowany war das ein denkbar ungünstiger Spielverlauf. Trotzdem löste er alle Aufgaben mit Bravour. Oder: beinahe alle.

(Un)gesund gestrichen

Casey Borer hätte am Freitag schon wieder spielen sollen. Da war Marco Nowak aber noch nicht einsatzbereit, weshalb sich Rob Wilson zwischen Borer und Kurtis Foster hatte entscheiden müssen. Am Sonntag waren beide Verteidiger so fit, dass ein Playoff-Spiel nur noch ein kleines Risiko für ihre Gesundheit darstellte. Borer war vor allem in Unterzahl gefragt, mit beiden war Wilson ebenso wie zuvor mit Kurtis Foster (drei Punkte in drei Spielen) sehr zufrieden. Für Dienstag wird der Cheftrainer erneut seine Optionen prüfen. „Vielleicht brauchen wir mehr Offensive“, sagte Wilson – das spräche wiederum für Foster.

Ladies and gentlemen, this is your coach speaking

„Ich glaube, dass die Jungs daran glauben. Ich glaube wirklich daran, dass wir eine Chance haben. Ich glaube wirklich daran. Natürlich sind wir nicht blöd, wir wissen, dass es hart wird (it’s gonna be an uphill-race). Aber ich glaube daran.“

Spiel zwei: Das Pech des Tüchtigen

Foto: Roland Fengler

Foto: Roland Fengler

Casey Borer wurde in Viertelfinalspiel fünf durch einen late hit von Denis Schevyrin aus dem Spiel genommen. Seitdem hat er 195 Minuten Eishockey verpasst. Gerrit Fauser blutete das Ohr nachdem er Patrick Reimer geschubst hat. Seitdem hat er keine Minute Eishockey verpasst. Schevyrin bekam keine Strafe, Reimer fünf Minuten plus Spieldauer. Merkst du was, Deutsche Eishockey-Liga? Merkst du, dass es an der Zeit ist, die Interpretation von Regel 143 II und 143 III zu überdenken? Aber, widmen wir uns Erfreulicherem zu: Die Thomas Sabo Ice Tigers brauchen nach dem 1:3 weiterhin nur vier Siege, um wieder einmal ins Finale einzuziehen. Weiter lesen